Für die Integrität der sportlichen Wettkämpfe

Mit dem EU-Projekt POINTS werden nationale Sportverbände in Europa dabei unterstützt, die Integrität ihrer Sportart(en) zu schützen.

Website zum EU-Projekt POINTS Copyright: www.points-project.com
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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist neben weiteren zehn europäischen NOKs an diesem Projekt beteiligt, das im Januar 2018 begonnen hat und bis Ende 2020 läuft.

Beim Vorgänger-Projekt „SIGGS“, an dem der DOSB auch mitgewirkt hatte, lag der  Schwerpunkt in der Verbandsführung, (Korruptionsbekämpfung, persönliche Integrität etc.). Jetzt geht es um die Integrität der sportlichen Wettkämpfe (einschließlich der Bekämpfung von Spielmanipulationen).

Die Methodik basiert auf der Idee, „Single Points of Contact für Integrität“ einzurichten. Dieses Konzept wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) innerhalb des Integrity Betting Intelligence System (IBIS) zur Bekämpfung von Spielmanipulationen entwickelt. Da das IOC diese Idee in Verbänden und NOKs einführen möchte, will das POINTS-Projekt das Konzept für NOKs und europäische Kontinentalverbände des Sports weiterentwickeln und es auf Integrität im Allgemeinen ausweiten. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Ethik- und Compliance-Büro des IOC.

Konkret soll die Kommunikation durch die Benennung direkter Ansprechpartner verbessert werden; ebenso werden Schulungsprogramme erarbeitet. Zunächst werden die Kontaktpersonen aus den kooperierenden NOKs/Verbänden für die genannten Themenbereiche geschult und ausgebildet. Sie sind dann für die Weitergabe in ihre Mitgliedsorganisationen verantwortlich.

Neben dem DOSB sind die NOKs aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Portugal, Slowenien und Tschechien beteiligt, dazu die drei europäischen Fachverbände aus Basketball (FIBA Europe), Volleyball (CEV) und Leichtathletik (European Athletics/EAA) sowie die britische Sport and Recreation Alliance und EOSE (European Observatoire of Sport and Employment). Des Weiteren nehmen das IOC Ethics & Compliance Office als Asso-ciated Partner und Interpol als ständiger Gast am Projekt teil.

Vor allem die Mitarbeit der drei europäischen Fachverbände hat sich im bisherigen Verlauf als wertvoll herausgestellt, da dort der unmittelbare Bezug zu einer Sportart (mit entsprechendem Ligaspielbetrieb und einer engen Verzahnung zu Trainern/innen und Athleten/innen) hergestellt werden kann. Die Begleitung des Projekts durch das IOC Ethics & Compliance Office verstärkt den direkten Austausch mit dem IOC, das übrigens großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit dem DOSB in Sachen Good Governance signalisiert.

Nach dem Kick-off meeting im Januar 2018 und einem weiteren Treffen im April 2018 in Lausanne findet das nächste Treffen im Juli in Prag statt. In der zweiten Jahreshälfte 2018 soll ein Ausbildungsprogramm für SPOCs (Single Points of Contact) entwickelt werden, und ab 2019 beginnt die praktische Umsetzung und das Training.

(Quelle: DOSB-Presse, Ausgabe 22)


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