"Hochwassergipfel" in Berlin

Sportstätten in Sachsen und Sachsen-Anhalt am meisten betroffen

 

Zu einem "Hochwassergipfel" hatte der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von

Richthofen, die Präsidenten und Geschäftsführer der von der Flut betroffenen Landessportbünde nach Berlin eingeladen. An der Sitzung nahmen ferner Staatssekretärin Brigitte Zypries, Hochwasserbeauftragte der Bundesregierung, DSB-Vizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer, Michael Barthel, Beauftragter des DSB am Sitz der Bundesregierung und DSB-Abteilungsleiter Umwelt und Sportstätten, Dr. Hans Jägemann, teil.

Die Bestandsaufnahme der Schäden gab ein sehr differenziertes Bild. Während Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen vergleichsweise glimpflich davonkamen, sind die Sportstätten in Sachsen und Sachsen-Anhalt am stärksten betroffen. Insgesamt 223 Anlagen sind im Freistaat beschädigt oder zerstört, etwa 30% davon im Eigentum von Sportvereinen. In Sachsen-Anhalt sind knapp 100 Sportanlagen betroffen, 10 davon vereinseigene Anlagen. Auch aus Bayern werden größere Schäden gemeldet: 50 Vereine sind geschädigt, die Zahl der kommunalen Anlagen ist noch nicht erfasst.

Hilfsmaßnahmen sind in großer Vielfalt angelaufen. Dies reicht vom so-lidarischen Einsatz von Sportvereinen über die Einrichtung von Spenden-fonds durch Sportverbände bis zu Sachspenden und Rabattierungen von Industrie und Handel. Die Thüringer sind stolz darauf, dass sie die Flut-schäden an den drei betroffenen Vereinsanlagen aus eigenen Mitteln beheben können. Auch anderswo ist die Bereitschaft zur Eigenhilfe in vorbildlicher Weise vorhanden.

Staatssekretärin Brigitte Zypries erläuterte die finanziellen Hilfen des Bundes. Die Hilfen zur Wiederherstellung der kommunalen Infrastruktur stehen ausdrücklich auch für die Wiederherstellung von Sportstätten zur Verfügung. Die Entscheidung dafür liegt allerdings bei den Kommunen. Die Gelder sind den Ländern bereits zugegangen.

Für die Koordinierung der weiteren Arbeit innerhalb des Sports wurde eine Arbeitsgruppe unter Leitung des für Sportstätten verantwortlichen DSB-Präsidiumsmitgliedes Dr. Hans-Georg Moldenhauer gegründet, in der die Hauptbetroffenen unter den Landessportbünden, das Bundesin-nenministerium und die Sportministerkonferenz vertreten sind. Die erste Sitzung dieser Arbeitsgruppe wird am 24. September in Leipzig stattfinden.



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