Inspiration für die Entwicklungsarbeit

Sport kennt keine Grenzen. Er bringt Menschen zusammen und vermittelt Werte. Das konnten jetzt die Teilnehmer*innen bei „Sport for Development – International Experts Training“ erfahren.

Es wurde nicht nur Fußball gespielt: Die Teilnehmer*innen des Expertentrainings in Oberhaching. Foto: DOSB
Es wurde nicht nur Fußball gespielt: Die Teilnehmer*innen des Expertentrainings in Oberhaching. Foto: DOSB

Auf dem Lehrplan standen nicht nur Fußball, Leichtathletik oder Basketball. Die 30 Trainerausbilder*innen aus aller Welt, die in der vorigen Woche in Oberhaching zusammenkamen, um sich weiterzubilden, nutzten zudem Ultimate Frisbee und Handball, Taekwondo und sogar Capoeira, um zu lernen und sich darüber auszutauschen, wie jede dieser Sportarten ihren Beitrag zur Entwicklung und Frieden in den unterschiedlichen Ländern leistet. „Das war eine großartige und bereichernde Erfahrung“, so fasste es ein Teilnehmer zusammen. 

Das war wieder das Besondere an dem sportartübergreifenden Kurs „Sport for Development – International Experts Training“: Hier geht es nicht um Leistungssport, sondern um den Beitrag, den Sport zu Bildung, Umweltschutz oder zur sozialen Förderung von Kindern und Jugendlichen in Schwellen- und Entwicklungsländern leisten kann.

Es gibt mittlerweile zahlreiche internationale „Sport für Entwicklung“-Projekte, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem DOSB und dem Deutschen Fußball-Bund gefördert und begleitet werden. Die Grundidee dahinter lautet: Sport kennt keine Grenzen. Über sprachliche, soziale und kulturelle Barrieren, Bildungs-, Alters- und Geschlechtsunterschiede hinweg bringt er Menschen zusammen und vermittelt Olympische Werte wie Solidarität, Fair Play, und Freundschaft.

Im Sport begegnen sich Menschen auf Augenhöhe und entwickeln einen kooperativen, partnerschaftlichen Umgang als Basis eines friedlichen und erfolgreichen Zusammenarbeitens. So wie die Gruppe in Oberhaching in persönlichen Gesprächen die gesellschaftlichen Herausforderungen in den verschiedenen Ländern näher kennlernte und sich in die Situation anderer hinein-fühlte, zum Beispiel des Teilnehmers aus dem Gaza-Streifen.

Natürlich war auch Thema, dass Sport und Bewegung darüber hinaus wichtige Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung sind. Sportpädagogische Angebote bieten vielseitige Möglichkeiten für persönliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung und eröffnen Kindern und Jugendlichen, insbesondere Mädchen und Frauen, spielerisch Wege in ein selbstbestimmtes Leben. Auch das vertiefte der Lehrgang.

Und nicht zuletzt war er eine ideale Plattform, um sich darüber auszutauschen, wie der Sport zu Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen kann. Alle Instruktoren waren sich einig, dass sie ihr Wissen und ihre Methoden in diesem Bereich erweitert haben, und das auf ganz praktische Weise. So wurde in der Gruppe beispielsweise durch Fußball das Nachhaltigkeitsziel 3 „Gesundheit“ bearbeitet, die Taekwando/Capoeira-Einheit beschäftigte sich mit Ziel 5 „Geschlechtergleichheit“, oder Leichtathletik wurde mit Ziel 10 „Weniger Ungleichheit“ in Verbindung gesetzt.

Am besten können all das Menschen vermitteln, die das selbst leben. Auch eine Olympiasiegerin wie Britta Heidemann kennt diese Seite des Sports. Sie besuchte den Workshop als Botschafterin für „Sport für Entwicklung“ und stellte dabei wieder fest, dass Sport, so vermittelt, Menschen inspiriert, sie im alltäglichen Leben unterstützen und sich positiv auf die Gemeinschaft auswirken kann. Auch das das werden die 30 Teilnehmenden in ihre Arbeit überall in der Welt mitnehmen.

(Autoren: Susanne Gaerte und Andreas Bold, sind im DOSB-Ressort Internationales Referenten im Bereich „Sport für Entwicklung“)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Es wurde nicht nur Fußball gespielt: Die Teilnehmer*innen des Expertentrainings in Oberhaching. Foto: DOSB
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