IOC-Kulturforum Wiesbaden: Beifall und Anerkennung für Kipchoge Keino

Knapp 400 Gäste und Teilnehmer des Weltforums "Erziehung durch Sport" forderten verstärkte Anstrengungen zugunsten der friedenstiftenden Idee des Sports

Vertreter von 160 NOK diskutierten in der hessischen Landeshauptstadt

Am 24. August 2002 fand in Wiesbaden das Welt-Forum „Erziehung durch Sport“ statt. Es wurde von der Kommission Kultur und Olympische Erziehung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zusammen mit dem Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland (NOK) und der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden organisiert.

 

Ziel des Forums war es die Bedeutung des Sports in und für die Erziehung zu unterstreichen. „Im Rahmen ethischer Regeln und der Regeln des Fair-Play betrieben entwickelt der Sport sowohl moralische als auch physische Stärke“, sagte der chinesische Vorsitzende der IOC-Kommission, Zhenliang He, in der Schlussdeklaration zum Kongress.

 

Vertreter von 160 Nationalen Olympischen Komitees, zahlreicher nationaler und internationaler Fachverbände sowie gut 100 Repräsentanten nationaler Sportorganisationen hatten zuvor über die beiden Rahmenthemen „Sport und seine erzieherische Bedeutung im 21. Jahrhundert“ sowie „Erfolg im Sport und seine erzieherischen Werte“ diskutiert.

 

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte eingangs durch die Worte des früheren südafrikanischen Staatspräsidenten Nelson Mandela „Sport hat die Kraft, Menschen zu verändern. Sport hat die Kraft, Inspiration zu geben. Sport hat die Kraft zum Frieden“ neben den erzieherischen Werten des Sports auch die friedensstiftende Idee der olympischen Bewegung in Erinnerung gerufen.

 

Viel Beifall fand der Vortrag von Kipchoge Keino, dem früheren Olympiasieger und heutigen NOK-Präsident Kenias, der sich auf seiner Farm Baraka unterprivilegierten Kindern und Jugendlichen widmet und diesen neben schulischen auch sportliche Angebote unterbreitet. 90 dieser Kinder hat Keino zusammen mit seiner Frau adoptiert. Wie Prof. Dr. Norbert Müller, neben Klaus Schormann deutsches Mitglied der Kommission für Kultur und Olympische Erziehung, auf einer Pressekonferenz am Rande des Forums mitteilte wurde Keino für sein Engagement durch das Internationale Fair-Play-Komitee der Internationale Fair-Play-Preis verliehen.

 

Neben den Präsentationen der Organisationskomitees der Olympischen Spiele von Athen (2004), Turin (2006), Peking (2008) fanden unter den Gästen und den etwa dreißig anwesenden Journalisten insbesondere auch die Beiträge von Sergej Bubka, Birgit Fischer und So-Hee Kim Beachtung. Die ehemaligen Olympiasieger im Stabhochsprung, Kanu-Rennsport und Shorttrack berichteten in sehr persönlich gehaltenen Statements über den Einfluss des olympischen Spitzensports auf ihren Werdegang und ihre Persönlichkeitsentwicklung. Birgit Fischer brach dabei eine Lanze für die in den Vereinen organisierten Traditions-Sportarten: „Haben wir nicht auch die Pflicht das kulturelle Erbe, die traditionellen Sportarten zu erhalten“, fragte Fischer am Ende ihres Vortrags.

 

Die IOC-Kommission für Kultur und Olympische Erziehung, die noch am 25.08. in Wiesbaden tagt, ermutigte am Ende des Weltforums alle anwesenden NOK, Erziehungsprogramme auf der Basis der Olympischen Charta aufzulegen. Zur Unterstützung solcher Initiativen hat das Internationale Olympische Komitee das Jahr 2003 zum Jahr der Kultur und Erziehung erklärt. „Ich fordere alle Mitglieder der Olympischen Familie, alle Internationalen Fachverbände und alle NOKs auf der ganzen Welt auf, Partner bei diesen Anstrengungen zu sein. Nur im Rahmen dieses olympischen Netzwerkes können unsere Ziele, im Geist der Freundschaft, Solidarität und des Fair-Play eine friedlichere und bessere Welt aufzubauen, erreicht werden“, erklärte der Kommissionsvorsitzende Zhenliang He.

 

 



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