Klimaschutz muss Breitensport werden

„Klimaschutz darf kein Elitenprojekt sein. Klimaschutz muss Breitensport werden", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei der Tagung des Aktionsbündnisses Klimaschutz in Berlin.

Bundesministerin Svenja Schulze leitet die Tagung des Aktionsbündnisses in Berlin. Foto: Sascha Hilgers
Bundesministerin Svenja Schulze leitet die Tagung des Aktionsbündnisses in Berlin. Foto: Sascha Hilgers

130 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Kommunen und Bundesländern diskutieren am 26. Juni mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und weiteren Vertretern der Bundesregierung über die aktuelle Lage der deutschen Klimaschutzpolitik. Im Zentrum der Sitzung stand die Frage, wie sich die Klimaschutzziele 2030 der Bundesregierung erreichen lassen.

Bundesumweltministerin Schulze: „Klimaschutz darf kein Elitenprojekt sein. Klimaschutz muss Breitensport werden. Dafür brauchen wir eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz. Mit Treffen wie diesen setzen wir uns genau dafür ein. Die deutsche Klimaschutzpolitik muss endlich wieder auf Kurs kommen. Die Sektorziele 2030 des Klimaschutzplans 2050 müssen wir auf jeden Fall erreichen. Hierzu sind Anstrengungen in allen Bereichen nötig: Energiewirtschaft, Gebäudesektor, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft."

Die Bundesregierung will ein Maßnahmenprogramm erarbeiten, mit dem das Minderungsziel für 2030 – mindestens minus 55 Prozent Treibhausgas-Emissionen gegen-über 1990 – erreicht werden soll. Vertreter mehrerer Bundesministerien berichteten über die jeweilige Vorgehensweise und den Stand der Arbeiten. Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, die parallel zur Sitzung des Aktionsbündnisses die Arbeit aufgenommen hat, soll Maßnahmen entwickeln, um das 2030er Ziel für den Energiesektor zuverlässig zu erreichen.

Sport kann wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Der DOSB beteiligt sich seit 2015 aktiv am Aktionsbündnis Klimaschutz 2020 und hat auch an dieser Veranstaltung teilgenommen. Der Sport kann vor allem im Bereich der Sportstätten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein großer Teil der rund 230.000 Sportstätten in Deutschland stammt aus den 1960-80er Jahren und ist sanierungsbedürftig mit entsprechend hohen Energie- und Ressourcenverbräuchen. Hier kann durch Sanierungsmaßnahmen und die damit verbundenen CO2-Einsparungen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und gleichzeitig der Sport als Multiplikator für den Klimaschutz genutzt werden. Sportvereine und Kommunen können über die sogenannte Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums Anträge für Sanierungsmaßnahmen ihrer Sportstätte stellen. https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Das Bündnis tagte erstmals am 25. März 2015 und findet seitdem halbjährlich statt. Aufgrund der Bundestagswahl fiel die Herbstsitzung 2017 aus. Für einen konzentrierten Diskussions- und Arbeitsprozess wurden insgesamt 16 Bänke gebildet, denen sich interessierte Organisationen zuordnen können. Vorbild ist das sogenannte "Wiener Format", das vor allem bei internationalen Verhandlungen etabliert ist.

Je Bank stehen Plätze am Bündnistisch mit Rederecht zur Verfügung. Zusätzlich gibt es weitere Plätze für Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Teilnehmenden einer Bank einigen sich, wer zu den einzelnen Tagesordnungspunkten die Rednerplätze einnimmt.

Nähere Informationen zum Aktionsbündnis und den bisherigen Sitzungen >>>  

Der Klimaschutzbericht 2017 der Bundesregierung >>>

(Quelle: BMU)


  • Bundesministerin Svenja Schulze leitet die Tagung des Aktionsbündnisses in Berlin. Foto: Sascha Hilgers
    Bundesministerin Svenja Schulze leitet die Tagung des Aktionsbündnisses in Berlin. Foto: Sascha Hilgers

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