Siegertypen auf großer Bühne

Grünes Band für sechs Thüringer Vereine / Jeweils 5000 Euro Förderung für erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Der Kaisersaal wackelte ...

Wo sonst Thüringens Sportler des Jahres geehrt werden, gab es gestern für Vereine aus Gotha, Frankenhain, Gera, Jena, Suhl und Zella-Mehlis den bekanntesten deutschen Nachwuchspreis – das Grüne Band.

Der edle Kaisersaal in Erfurt wackelte, als Thüringens sportlicher Nachwuchs mit zuvor verteilten aufblasbaren grünen „Klatschstangen“ richtig Stimmung machte. Es ging nicht steif zu – bei der Vergabe des berühmten Grünen Bands, der ältesten Auszeichnung für Nachwuchsarbeit in Deutschland. Grünes-Band-Erfinder Dresdner Bank, die inzwischen von der Commerzbank übernommen wurde, ehrte in 23 Jahren 1446 Vereine und schüttete rund 7,5 Millionen Euro aus. Für jeden Gewinner gibt es heute 5000 Euro. Unter den 50 Geehrten im ganzen Land waren diesmal mit Nippon Gotha (Karate), Eintracht Frankenhain (Biathlon), SSV Gera (Radsport), FSC Jena (Fechten), EGS Suhl (Rodeln) und Motor Zella-Mehlis (Ski nordisch) sechs Thüringer Klubs. „Ein sehr guter Schnitt. Das zeigt, wie viel in diesem Land für den Sport getan wird“, lobte Dr. Ulf Tippelt, neuer Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. „Das war auch ein Grund, warum wir jetzt mit der Deutschland-Tour mal hier in Erfurt Station gemacht haben“, sagte der frühere Volleyballer und Bruder des Turn-Olympiadritten Sven Tippelt.
Wie begehrt das Grüne Band auch heute noch ist, zeigen die rund 500 Bewerbungen, die in diesem Jahr von Vereinen in ganz Deutschland abgegeben wurden. "Das Grüne Band hat sich zu  einer Marke entwickelt und auch nach 23 Jahren noch nichts von seiner Qualität und seinem Glanz verloren", erklärte Dr. Wolfgang Rödiger, Filial-Leiter der Dresdner Bank in Erfurt. "Wir freuen uns, als neue Commerzbank die Initiative fortzuführen." 

Auch der Einsatz bei der Aufklärung im Anti-Dopingkampf wird inzwischen gewürdigt. In Zusammenarbeit mit den Landesverbänden und der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wurden drei Sonderpreise im Rahmen des Wettbewerbs um das Grüne Band ausgelobt. 

Die jungen Leute im Erfurter Kaisersaal jedenfalls freuten sich über „die große Ehre, die wir zum ersten Mal erhalten haben“, wie Fecht-Chefin Susanne Michaluk vom FSC Jena sagte. Mit aktuell zwei Nationalkadern will man auch weiter Talente ausbilden. Sieben Nationalmannschafts-Kämpfer stehen in den Reihen vom KV Nippon Gotha. „Wir treiben hier mit Erfolg Leistungssport, auch wenn Karate die Aufnahme in den olympischen Kreis knapp verpasste“, sagt Vereinschef Michael Kieser. Sein Junioren-Europameister von 2007, André Beck, der mit sechs Jahren begann, bildet heute schon den Nachwuchs aus. „Die über 14-jährigen Athleten kümmern sich bei uns um die Jüngeren“, so Kieser über den erfolgreichen Weg, der mit dem zweiten Grünen Band nach 2001 ausgezeichnet wurde.
Für Geras Radsportler gab es die dritte Prämierung innerhalb von elf Jahren.
Bestnoten in fast allen der 14 Bewertungskategorien erhielten Thüringens Wintersportler. Der SC Motor Zella-Mehlis, EGS Suhl und Eintracht Frankenhain, das im September erfolgreich die WM im Sommer-Biathlon in Oberhof ausrichtete, beweisen, dass die Grundlage für neue Wintermärchen in Thüringen schon gelegt ist.




 





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