Solja und Franziska holen erstes Gold

Das deutsche Tischtennis Mixed-Doppel Petrissa Solja und Patrick Franziska haben dem European Games Team Deutschland die erste Goldmedaille der zweiten Europaspiele beschert.

Patrick Franziska und Petrissa Solja freuen sich üb er ihre Goldmedaille. Foto: DOSB
Patrick Franziska und Petrissa Solja freuen sich üb er ihre Goldmedaille. Foto: DOSB

Das Tischtennis-Mixed-Doppel Petrissa Solja/Patrick Franziska beschenkten sich am fünften Wettkampftag bei den European Games in Minsk gleich doppelt. Sie gewannen nicht nur souverän die Goldmedaille, sondern lösten dadurch auch gleich noch das Olympia-Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio im nächsten Jahr.

"Bei mir herrscht Chaos. Ich habe so viele Gedanken im Kopf. Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben, hier zu gewinnen und jetzt die Goldmedaille in den Händen zu halten. Und wir haben uns für Tokio qualifiziert, was auch was Herausragendes ist", sagte Solja. Ihr Partner Franziska ergänzte im Hinblick auf die Qualifikation: "Druck hatten wir schon, aber den hatten die anderen auch. Wir haben versucht, locker zu bleiben und Spaß zu haben. Das haben wir gut hinbekommen, und das war auch das Erfolgsgeheimnis heute."

Im Finale ließen Solja/Franziska ihren rumänischen Gegnern Szocs/Ionescu nicht den Hauch einer Chance. Nach einem schnellen 0:4-Rückstand drehten die Deutschen auf und holten die nächsten 15 Punkte am Stück. Danach kamen die Rumänen nicht mehr zurück ins Spiel. Am Ende stand ein klares 3:0 (11:4; 11:4; 11:4).

In den Einzelwettbewerben erreichte Timo Boll durch einen 4:1-Sieg im Duell der Altmeister gegen Vladimir Samsonov das Halbfinale. Bei den Frauen musste Solja im Viertelfinale eine knappe 3:4-Niederlage gegen Fu Yu aus Portugal hinnehmen. Den entscheidenden Satz verlor sie dabei knapp mit 11:13. Dafür schaffte aber Han Ying durch einen 4:1-Sieg über die Niederländerin Jie Li den Sprung ins Halbfinale. Semifinals und die Medaillenspiele der Einzelwettbewerbe stehen morgen auf dem Programm.  

Judo-Team scheitert früh

Das war nicht der erhoffte versöhnliche Abschluss für die deutschen Judoka bei den European Games in Minsk. Im Mannschaftswettbewerb war bereits in der Auftaktrunde Schluss. Gegen starke Österreicher verloren die Deutschen mit 2:4. "Die komplette Woche lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das ist sehr, sehr traurig und spiegelt nicht unsere Leistungen wider", sagte Alexander Wieczerzak nach dem Ausscheiden. Am Vorabend hatte sich das Team nach den enttäuschenden Einzelentscheidungen nochmal eingeschworen, doch ohne Erfolg. 

Die Bilanz der Judoka, für die die Europaspiele gleichzeitig die EM war, liest sich nicht gut. Allein Pauline Starke holte mit Bronze eine Einzelmedaille. Vor vier Jahren in Baku gab es noch neun Einzelmedaillen. Es bleibt der Lichtblick, dass der Saisonhöhepunkt mit der WM in Japan (25. August bis 1. September) noch bevorsteht. 

Mixed-Schützen verfehlen Medaille knapp

Isabella Straub und Maximilian Dallinger haben im Mixed 50 Meter Liegend (Kleinkaliber), einem nichtolympischen Wettbewerb, nur um einen Ring die Bronzemedaille verpasst. Beide waren Zweite der Qualifikation mit 414,6 Ringen, zogen auch als Zweite ins Halbfinale ein, ehe sie das Schießglück ein wenig verließ: Ihr 204,8 Ringe waren genau ein Ring zu wenig für die Medaille.

Auch das zweite deutsche Mixed-Team, Selina Gschwandtner und André Link, überstand als Achter (412,0 Ringe) die Qualifikation, schied aber im Viertelfinale aus.

Die Pistolenschützen beendeten den ersten Teil ihrer Qualifikation auf aussichtsreichen Rängen. Monika Karsch erreichte mit der Sportpistole im Präzisionsteil mit 292 Ringen Platz fünf. Doreen Vennekamp ist 17. (288 Ringe). Christian Reitz und Oliver Geis schafften mit der Schnellfeuerpistole noch bessere Ausgangspositionen: Olympiasieger Reitz schoss 295 Ringe und liegt in Führung. Geis, der vor vier Jahren bei der Premiere der Spiele in Baku Dritter war, liegt mit fünf Ringen weniger auf Rang vier. „Kleinere Fehler“, fand Reitz zwar auch in dieser Vorstellung, aber insgesamt sei das „eine gute Grundlage“.

Sieben Boxer*innen im Viertelfinale

Die deutschen Boxer präsentieren sich weiter stark in Minsk. Heute zogen Hamsat Shadalov und Abdulrahman Abu-Lubdeh ins Viertelfinale ein. Shadalov bezwang den Türken Hakan Dogan mit 5:0. Abu-Lubdeh gewann mit 3:2-Punkten gegen den Niederländer Artjom Kasparian. Im Viertelfinale wartet nun der Brite Whittaker auf Abu-Lubdeh. 

Herren-Doppel zeiht ins Badminton-Viertelfinale ein

Das deutsche Herren-Doppel Seidel/Lamsfuß gewann auch seine zweite Partie mit 2:0 gegen die Ukraine und steht damit im Viertelfinale. Den zweiten Sieg gab es auch für Yvonne Li. Die an Nummer fünf Gesetzte gewann 2:0 gegen die Irin Rachael Darragh.

Das deutsche Mixed-Doppel Hettrich/Lamsfuß musste einen Rückschlag einstecken. Im zweiten Gruppenspiel unterlagen sie 0:2 gegen die Niederlande. Das deutsche Damen-Doppel Käpplein/Goliszewski verlor auch ihr zweites Spiel mit 0:2 gegen das türkische Duo und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden.

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Das deutsche Herren-Doppel Seidel/Lamsfuß gewann auch seine zweite Partie mit 2:0 gegen die Ukraine und steht damit im Viertelfinale. Den zweiten Sieg gab es auch für Yvonne Li. Die an Nummer fünf Gesetzte gewann 2:0 gegen die Irin Rachael Darragh.

Das deutsche Mixed-Doppel Hettrich/Lamsfuß musste einen Rückschlag einstecken. Im zweiten Gruppenspiel unterlagen sie 0:2 gegen die Niederlande. Das deutsche Damen-Doppel Käpplein/Goliszewski verlor auch ihr zweites Spiel mit 0:2 gegen das türkische Duo und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden.

Bogenschützin Kroppen erreicht Achtelfinale 

Die Bogenschützin Michelle Kroppen hat das Achtelfinale der European Games erreicht – ausgerechnet mit einem Sieg über Teamkollegin Elena Richter. Die Fahnenträgerin des European Games Team Deutschland, Lisa Unruh, schied dagegen aus. In einer Begegnung, die ihr später lieber gewesen wäre: mit 1:7 gegen die an Position eins gesetzte Niederländerin Bayardo Chan.

All das waren immer noch Auswirkungen des verkorksten Turnierstarts, den das Team mit Leihbogen bestreiten musste und deshalb in der Qualifikation deutlich schlechtere Positionen erreichte. Lisa Unruh nahm es bei aller Enttäuschung mit Berliner Humor. „Es gibt immer Hochs und Tiefs“, sagte sie. „Mein Hoch war diesmal, dass ich die Fahne tragen durfte.“

Michelle Kroppen nahm ihren Erfolg ebenfalls mit gemischten Empfindungen auf. „Es ist immer ein blödes Gefühl, wenn man sehr früh gegen eine Teamkollegin antreten muss“, sagte sie. Aber beide hätten sich versprochen, ein tolles Match zu liefern. Das gewann die Mixed-Medaillen-Gewinnerin Kroppen 6:2, obgleich Elena Richter den besseren Start hatte. „Wir haben gezeigt, dass wir beide sehr gute Schützinnen sind“, sagte die Siegerin, die nun auf die Italienerin Boari trifft.

Sieben von neun Booten im Finale

Die deutschen Kanuten sind am ersten Wettkampftag der Kanu-Sprint-Entscheidungen in Minsk mit einer großen Flotte in die Finals morgen und übermorgen eingezogen. Olympiasieger Sebastian Brendel qualifizierte sich im C1 über 1000 Meter als Dritter seines Vorlaufs ebenso direkt fürs Finale wie Peter Kretschmer und Yul Oeltze im C2 über 1000 Meter, Max Hoff und Jakob Schopf im K2 über 1000 Meter, Lisa Jahn und Ophelia Preller im C2 über 500 Meter, der K4 der Frauen mit Sabrina Hering-Pradler, Franziska John, Caroline Arft und Tina Dietze über 500 Meter und der K4 der Männer mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke über 500 Meter. Dabei gewannen der K2 und der K4 der Männer ihre Vorläufe.

Darüber hinaus schafften auch Jasmin Fritz und Steffi Kriegerstein im Zweier-Kajak über 500 Meter durch einen souveränen Sieg im Semi-Finale am Nachmittag den Sprung ins Finale. Tamas Gecsö im K1 über 1000 Meter und Conny Waßmuth im K1 über 500 Meter kamen hingegen nicht in ihre A-Finals.

Ringen

Am ersten Wettkampftag der Ringer überzeugte Freistiler Ahmed Dudarov. In der Klasse bis 86 Kilogramm schaffte er den Einzug ins Halbfinale. Dort unterlag er dem Weißrussen Ali Shabanau. Morgen kämpft Dudarov dann um die Bronzemedaille. 

Coppenburg wird Achte beim Zeitfahren

Beim abschließenden Zeitfahren der Straßenrad-Wettbewerbe bei den Europaspielen fuhr bei den Frauen Klara Coppenburg mit einer schnellen letzten Runde auf Platz acht (38:36.93 Minuten). Christa Riffel wurde 16 (39:49.99 Minuten). Bei den Männern kamen Christopher Hatz und Nico Denz als 10. und 11. ins Ziel.


  • Patrick Franziska und Petrissa Solja freuen sich üb er ihre Goldmedaille. Foto: DOSB
    Patrick Franziska und Petrissa Solja freuen sich üb er ihre Goldmedaille. Foto: DOSB

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