Sporthilfe will in der Bevölkerung "Sponsoren" gewinnen

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe will jedem in Deutschland ab sofort die Möglichkeit geben, die deutschen Spitzensportler mit nur drei Euro im Monat zu unterstützen.

Gemeinsam mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière stellte der Vorstand der Deutschen Sporthilfe in Berlin die Kampagne "Dein Name für Deutschland" vor, mit der künftig jeder Bundesbürger bereits für drei Euro im Monat "offizieller Sponsor der deutschen Spitzensportler" werden kann.

Werner E. Klatten, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe, sagte die Deutsche Sporthilfe fördere seit über 40 Jahren deutsche Spitzen- und Nachwuchsathleten und wolle dies in Zukunft noch stärker tun. "Erstmals kann nun jeder sportbegeisterte Bürger mit einem Betrag von nur drei Euro im Monat `offizieller Sponsor´ der deutschen Spitzensportler werden. Er leistet damit einen kleinen Beitrag zu den großen Erfolgen deutscher Athleten bei Olympischen Spielen, Paralympics, Welt- und Europameisterschaften. Die Deutsche Sporthilfe will mehr Spitzensportförderung leisten, weil der Leistungssport auch die Werbekarte für den Breitensport ist. Er schafft Vorbilder, die es zu unterstützen gilt. Wir wissen, dass Menschen in unserer medialen Gesellschaft Dinge nur tun, wenn sie dazu veranlasst, motiviert und überzeugt werden."

"Die Grundidee der Kampagne ist, dass alle Engagierten eine gemeinsame Bewegung bilden, und sich in einem großen Team von Sponsoren mit ihrem Namen wiederfinden. Dies wird in Anzeigen, auf Plakaten, in Flyern, in TV- und Online-Spots oder in Veröffentlichungen der Sporthilfe-Partner geschehen", skizzierte Michael Ilgner, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Sporthilfe, die Kommunikationswege der Kampagne "Dein Name für Deutschland".

Franziska van Almsick, zu Beginn ihrer Schwimm-Karriere selbst geförderte Sporthilfe-Athletin, kommentierte die vom Kölner Sportökonomen Christoph Breuer vorgestellte Sporthilfe-Studie zu sozialen Rahmenbedingungen deutscher Spitzensportler: "600 Euro für eine 60-Stunden-Woche - das ist die fast unvorstellbare Lebenssituation, der sich ein Großteil der deutschen Spitzensportler ausgesetzt sieht. Dennoch erbringen diese Athleten mit unglaublichen Enthusiasmus und Leidenschaft sportliche Höchstleistungen, sammeln Erfolge, auf die ganz Deutschland stolz ist und bringen als Vorbilder der Gesellschaft Werte wie Leistung, Fairplay und Miteinander näher. Gleichzeitig denkt aber rund die Hälfte aller Sportler über ein vorzeitiges Karriere-Ende nach, weil die Gesamtbelastung von Sport und Beruf und Zukunft eben nicht nur rosig ist."

Innenminister  Thomas de Maizière wurde vom aktuellen Sportler des Jahres Paul Biedermann als erster offizieller Sponsor geworben und erhielt eine auf seinen Namen ausgestellte Sponsor-Urkunde. De Maizière sicherte der Sporthilfe-Kampagne die Unterstützung der Bundesregierung zu. "Ich bin davon überzeugt, dass Erziehung durch Sport besser gelingt, und zwar nicht nur im Sinne der körperlichen Ertüchtigung, sondern auch im Sinne von Sozialkompetenz. Der Sport schafft Gemeinschaftserlebnisse, kreiert Vorbilder für unsere Kinder. Und unsere erfolgreichen Athleten stärken das Ansehen Deutschlands in der Welt", sagte der Bundesinnenminister.



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