Sportwissenschaftler Prof. Jürgen Weineck lehrt in Uruguay

Auf Vermittlung des AA/DOSB Leichtathletik – Langzeitprojekts in Uruguay hielt sich der renommierte Trainingswissenschaftler Jürgen Weineck, ehem. Uni Erlangen, vom 23. bis 29. Mai in Montevideo auf.

 

 

Im Rahmen eines Postgraduiertenstudiengangs referierte er dort über Themen aus der modernen Trainingslehre. Weineck, der fließend Spanisch spricht, ist ein anerkannter  Experte in Südamerika. Seine zahlreichen Bücher aus dem Bereich der Trainingslehre sind u.a. auch in die spanische Sprache übersetzt worden.

Über 300 Sportwissenschaftler, Sportlehrer und Spitzentrainer aus 12 Sportarten, unter denen sich auch Teilnehmer aus Argentinien und Brasilien befanden, nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, an deren Organisation und Vorbereitung das deutsche Projekt maßgeblich beteiligt war. Spezielle Workshops boten Gelegenheit zum regen Austausch von Meinungen und Erfahrungen aus der Theorie und Praxis des Trainings.
 
„Ich war ausgesprochen überrascht von dem hohen Erfahrungs- und Wissensstand vieler Teilnehmer aus diesem kleinen Land am Rio de la Plata. Daher halte ich auch  die Strategie des deutschen Leichtathletikprojekts unter seinem Leiter Björn Wangemann, sich mehr dem Aufbau von regionalen Verwaltungs- und Organisationsstrukturen in der Leichtathletik als der in vielen Projekten sonst üblichen Ausbildung von Trainern zu widmen, als besonders sinn- und wirkungsvoll in diesem Land“, sagt Prof. Weineck.

Sichtbare Fortschritte beim deutschen Leichtathletikprojekt

Wangemann und seinen uruguayischen Mitarbeitern ist es inzwischen gelungen, in acht der neunzehn Regionen Uruguays eigenständige Leichtathletik-Verbände aufzubauen. Weitere Gründungen sind bereits eingeleitet. Bei Projektbeginn im September 2004 existierten gerade einmal vier dieser Verbände. Ziel des DOSB Projekts, das aus Mitteln des Kulturfonds des Auswärtigen Amts finanziert wird, ist es, dass sich bis Projektende im Oktober diesen Jahres alle Regionen mit eigenen Verbänden dem Nationalen Leichtathletik-Verband von Uruguay angeschlossen haben.

„Was nützt uns die beste Kampfrichter- und Trainerausbildung, wenn sie nicht in tragende Organisationsstrukturen eingebettet ist. Aus meiner Sicht sollte diesem Aspekt in vielen unserer Projekte im Rahmen der Internationalen Sportförderung zunehmend Rechnung getragen werden“, meint Wangemann.

DLV Geschäftsführer Georg Kemper leitet flankierende Projektmaßnahme

Aus diesem Grund wird  der  DLV Geschäftsführer Georg Kemper Ende Oktober zur Durchführung einer projektflankierenden Kurzzeitmaßnahme nach Uruguay reisen, um dort für Funktionäre der neuen Regionalverbände Organisationsworkshops durchzuführen.

Stipendiaten reisen zur Fortbildung nach Mainz

Zwei weitere Projektstipendiaten aus Uruguay, ein Trainer und eine Trainerin, werden Anfang Juli zum einjährigen Studium an der DLV Trainerschule Mainz nach Deutschland reisen. Wie ihre beiden derzeit noch in Mainz studierenden Landsleute kommen  auch die beiden neuen Stipendiaten aus solchen Regionen in Uruguay, die inzwischen einen eigenen Leichtathletik-Verband gegründet haben. Damit sollen sie zur Nachhaltigkeit der Arbeit des DOSB Projekts in ihrer Region  beitragen.


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