Starke Mädchen und Frauen

Anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ am 25. November verdeutlicht der Sport erneut, dass er seine Verantwortung im Kampf gegen Gewalt an Mädchen und Frauen wahrnimmt.

Auch mit der Verbreitung dieser Postkarte setzt der DOSB ein Zeichen gegen Gewalt. Foto: DOSB
Auch mit der Verbreitung dieser Postkarte setzt der DOSB ein Zeichen gegen Gewalt. Foto: DOSB

Dabei zielt er zum einen darauf ab, im Sportsystem selbst, also in den Sportvereinen und -verbänden keinen Raum für Gewalt und Diskriminierung zu lassen. Auf Basis der Bewertung der Studie „SafeSport“  sowie der veröffentlichten Handlungsempfehlungen wurden und werden weitere Schritte in den Sportorganisationen entwickelt. Darum ging es auch beim Forum „Safe Sport“ am 16. November 2018 in Berlin. Die Frauen-Vollversammlung  des DOSB am 23. September 2018 in Düsseldorf und die dsj-Vollversammlung am 28. Oktober 2018 in Bremen haben zudem diese Entwicklungen aufgegriffen und in einstimmigen Beschlüssen ihre Positionierung dargelegt.

Zum anderen hat der gemeinnützig organisierte Sport durch seine bundesweit vorhandenen Verbands- und Vereinsstrukturen besondere Möglichkeiten, in der Breite der Gesellschaft über Gewalt aufzuklären, Mädchen und Frauen in der Selbstbehauptung zu stärken und für eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Respekts zu werben. Der Sport braucht aber auch starke Partner/innen an seiner Seite. Und so steht die Aktion „Starke Netze gegen Gewalt: Keine Gewalt gegen Mädchen und Frauen“ seit nunmehr 10 Jahren für ein starkes Netzwerk aus Sportorganisationen, Beratungs- und Anlaufstellen. In unserem Interview befragen wir Fatma Keckstein zum 10jährigen Jubiläum der Aktion. Sie ist Direktorin Zielgruppen beim Deutschen Ju-Jutsu-Verband, der seit dem Start Partner der Aktion ist.

Auch das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, mit dem der DOSB im Rahmen der Aktion „Starke Netze gegen Gewalt“ kooperiert, kann ein kleines Jubiläum feiern. Seit fünf Jahren bietet es seine Hilfe an und entwickelt Kampagnen, um noch mehr Frauen zu ermutigen, Unterstützungsangebote wahrzunehmen. Die aktuelle Kampagne läuft unter dem Motto "Aber jetzt rede ich"  und stellt die Betroffenen selbst in den Fokus. Keine Opfer, sondern starke Frauen zu zeigen – dieses Anliegen transportieren das Hilfetelefon und die Sportverbände gleichermaßen.

Am 16. November zeichnete der DOSB nach dem Forum Safe Sport den Landessportbund NRW mit dem diesjährigen DOSB-Gleichstellungspreis aus und würdigte damit den langjährigen und beharrlichen Einsatz des LSB für Respekt und Wertschätzung und gegen sexualisierte Gewalt im Sport. Wie wichtig all diese Aktionen sind, zeigte sich wenige Tage später, als die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey die "Kriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017" vorstellte und besorgniserregende Zahlen zur Gewalt an Mädchen und Frauen veröffentlichte. 

(Quelle: DOSB)


  • Auch mit der Verbreitung dieser Postkarte setzt der DOSB ein Zeichen gegen Gewalt. Foto: DOSB
    Auch mit der Verbreitung dieser Postkarte setzt der DOSB ein Zeichen gegen Gewalt. Foto: DOSB

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