Stephanie Beckert gleitet zu zweitem Silber

Die Eisschnellläuferin aus Erfurt hat zehn Tage nach ihrem Olympiasilber über 3000 m auch über 5000 m den zweiten Platz belegt.

Schnell unterwegs: Stephanie Beckert
Schnell unterwegs: Stephanie Beckert

Beckert, erst 21 Jahre alt, musste sich nach einem grandiosen Endspurt über 5000 m wie schon im 3000-m-Rennen nur der Topfavoritin Martina Sablikova geschlagen geben. Die Weltrekordlerin aus Tschechien siegte damit als erste Läuferin seit Claudia Pechstein 2002 bei Winterspielen auf beiden Langstrecken. Beckert avancierte zur erfolgreisten deutschen Athletin bei den Winterspielen im Richmond Oval in Vancouver. Nur 0,48 Sekunden fehlten, und Beckert wäre die jüngste deutsche Eisschnelllauf-Olympiasiegerin seit 30 Jahren geworden. "Ich kann es noch gar nicht fassen", sagte Beckert und trauerte der Goldmedaille nicht hinterher: "Es war zwar am Ende ganz knapp, aber ich bin überglücklich mit meiner Silbermedaille, und Martina ist einfach wieder unglaublich gut gelaufen."

Daniela Anschütz-Thoms verpasste dagegen nach ihrem bitteren vierten Platz über 3000 m auch die letzte Chance auf eine Einzel-Medaille bei Winterspielen und wurde erneut Vierte. Diesmal fehlten der 35 Jahre alte Team-Olympiasiegerin allerdings fast drei Sekunden auf die Bronzemedaille, die Turin-Olympiasiegerin Klara Hughes gewann. Die Berlinerin Katrin Mattscherodt wurde disqualifiziert, weil sie gleich in der ersten Kurve die Begrenzung überschritten hatte.

Für das Teamrennen am Freitag und Samstag war zunächst das deutsche Trio, das über 5000 m lief, erste Wahl für Bundestrainer Markus Eicher. Wenig später hat sich Eicher offenbar doch wieder für einen Einsatz von Friesinger-Postma neben  Beckert und Anschütz-Thoms entschieden. "Die Tendenz geht zu Anni. Katrins Lauf ist einfach nicht gut genug gewesen." Außerdem habe ihm Anni im Training sehr imponiert, sagte der Bundestrainer. 

Keine Medaille für die Langlaufstaffel der Männer

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren bleiben die Skilangläufer ohne Staffelmedaille bei den Olympischen Spielen. Jens Filbrich, Axel Teichmann, Rene Sommerfeldt und Tobias Angerer waren auf der 4x10-km-Distanz bei widrigen Wetterverhältnissen und teilweise dichtem Schneefall am Ende chancenlos. Schweden gewann erstmals seit 1988 Gold vor Norwegen und Tschechien. Bundestrainer Jochen Behle war nach dem Zieleinlauf nicht zufrieden: "Der sechste Platz war sicher nicht das, was wir erreichen wollten. Aber dort, wo wir im Teamsprint überlegen waren, hatten wir heute Probleme. An dem Wetter kann man halt leider nichts ändern."

Auch Bob-Pilotinnen verpassen Medaillenplätze

Erstmals in ihrer achtjährigen Olympia-Geschichte sind die deutschen Bob-Frauen bei der Medaillenvergabe leer ausgegangen. Nach einem schweren Sturz im letzten Lauf büßte die auf Platz vier lauernde Europameisterin Cathleen Martini (Oberbärenburg) am Mittwochabend ihre Chance auf Edelmetall ein. Ihre Bremserin Romy Logsch wurde bei dem spektakulären Unfall aus dem Schlitten geschleudert. Beide Frauen blieben jedoch unverletzt.

Sandra Kiriasis aus Winterberg und die Oberhoferin Claudia Schramm belegten die Plätze vier und sieben. Das erste Bob-Gold für die kanadischen Frauen gewannen Kaillie Humphries und Heather Moyse. Den Doppelsieg der Gastgeberinnen machten Helen Upperton und Shelley-Ann-Brown auf Platz zwei perfekt. Bronze ging an die US-Amerikanerinnen Erin Pac und Elana Meyers.

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  • Schnell unterwegs: Stephanie Beckert
    Schnell unterwegs: Stephanie Beckert
  • Stephanie Beckert ist die erfolgreichste deutsche Athletin auf kanadischem Eis bei den Olympischen Winterspielen 2010. Copyright: picture-alliance
    Stephanie Beckert ist die erfolgreichste deutsche Athletin auf kanadischem Eis bei den Olympischen Winterspielen 2010. Copyright: picture-alliance

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