Wirtschaftliche Auswirkungen des Sports

Die Europäische Kommission hat ihre zweite Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Sports über Satellitenkonten veröffentlicht.

Sportdienstleistungen sind ein wichtiger Faktor im BIP der EU. Foto: picture-alliance
Sportdienstleistungen sind ein wichtiger Faktor im BIP der EU. Foto: picture-alliance

Ziel der Studie ist es, die makro-ökonomische Bedeutung des Sportsektors in der EU, und hierbei insbesondere sein Wachstums- und Beschäftigungspotenzial, zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen die schnell wachsende Bedeutung des Sportsektors in Europas Volkswirtschaften. Die Analyse basiert auf den Daten von 2012 und aktualisiert die ursprüngliche Studie von 2012, die auf den Daten von 2005 basierte. Die Studie kann als Grundlage für Sportorganisationen dienen, um den Nutzen von Investitionen im Sportsektor, auch gegenüber Politik und Verwaltung, nachzuweisen.

Nach den Schlussfolgerungen der Studie beträgt der Anteil des sportbezogenen Bruttoinlandsprodukts in der EU 2,12 Prozent und beträgt 279,7 Milliarden Euro. Außerdem beläuft sich der Anteil der sportbezogenen Beschäftigung auf 2,72 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der EU, was 5.666.195 Personen entspricht. Trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise zwischen den beiden Studien (Daten von 2005 und 2012) ist der Sportsektor weiter gewachsen.

In der Studie erläutern die Forscher, dass „der Sport eine beschäftigungsintensive Wirtschaftstätigkeit ist und somit einen höheren Anteil des Sports an der Beschäftigung als am BIP generiert. Tatsächlich geht ein Anstieg des BIP um 1 Prozent mit einem zusätzlichen Beschäftigungsanteil von 1,35 Prozent einher.

Was das BIP betrifft, so zeigen die Statistiken, dass Bildungsdienstleistungen und Sportdienstleistungen (Sportstättenbetrieb, Sportvereine, Fitnesseinrichtungen und andere Sportdienstleistungen) die beiden wichtigsten Sektoren sind, die zum BIP der EU beitragen, nämlich 0,39 Prozent (51,237 Millionen Euro) bzw. 0,33 Prozent (43,075 Millionen Euro). Die Länder, die wirtschaftlich am meisten vom Sport profitieren, sind Österreich, Deutschland, Polen und Frankreich.

Der dritte Teil der Studie analysiert die wirtschaftlichen Auswirkungen und Merkmale des Sports in jedem EU-Mitgliedstaat. Diese Daten können von nationalen Sportorganisationen verwendet werden, um die Bedeutung des Sports im eigenen Land hervorzuheben und verlässliche Zahlen über den Beitrag des Sports und der Sportindustrie beispielsweise zur Beschäftigung und zum BIP zu liefern.

Außerdem werden allgemeinere Bemerkungen zur technischen Unterstützung Belgiens bei der Einrichtung von Sport-Satellitenkonten (SSA) gemacht und Empfehlungen für eine europäische SSA aufgenommen.

Nützlich bei Gesprächen mit Politik und Verwaltung

Das EOC EU-Büro hält die Studie für äußerst nützlich und hofft, dass Sportorganisationen sie bei ihren Gesprächen mit Politik und Verwaltung nutzen werden, um sich für eine zusätzliche Finanzierung des Sportsektors einzusetzen. Der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung erscheint kurz vor den Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027, der den Sport in mehrere Förderprogramme einbeziehen sollte, ideal.

Das EOC EU-Büro arbeitet aktiv mit den EU-Institutionen zusammen, um die vorhandenen Erkenntnisse über die entscheidende Rolle des Sports als Motor für Wachstum, Beschäftigung, Kompetenzentwicklung und den sozialen Zusammenhalt im Rahmen der nationalen und regionalen Politikgestaltung zu berücksichtigen.

(Quelle: EOC EU-Büro)


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