Zukunft der Sportstätten und -räume in Deutschland

DOSB und IAKS luden zu einer gemeinsamen Veranstaltung auf der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport und Bewegungseinrichtungen (FSB).

DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack begrüßt die Teilnerher*innen. Foto: DOSB
DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack begrüßt die Teilnerher*innen. Foto: DOSB

Die internationale Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bewegungseinrichtungen (FSB) in Köln ist die größte Sportstättenmesse der Welt und ist die Leitmesse für urbane Lebensräume. Traditionell sind auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Internationale Vereinigung für Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) mit einem Stand auf der Messe vertreten.

An allen vier Messetagen informierten die beiden Organisationen u.a. über die Vielfalt von Sportstätten und -räumen in Deutschland. Das Aktionsprogramm an den Messeständen wurde zusätzlich durch zahlreiche großformatige Fachveranstaltungen zu unterschiedlichen Aspekten der Sportstätten- und Sportraumentwicklung begleitet. Eine dieser zentralen Veranstaltungen fand erstmalig als Kooperationsveranstaltung des DOSB und der IAKS Deutschland zu einem aktuell intensiv diskutierten Thema statt: die „Zukunft der Sportstätten und -räume“.

In seinem Begrüßungsstatement beschrieb Andreas Silbersack, Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung des DOSB, die Sportstätten in Deutschland vor dem Hintergrund eines Sanierungsstaus von rund 31 Mrd. Euro als wichtiges Politikfeld im DOSB, das noch stärker in der politischen Diskussion berücksichtigt werden müsse. Neben der finanziellen Förderung gehöre auch die Anpassung immissionsrechtlicher Rahmenbedingungen an neue Lebensstile zu einer zeitgemäßen Sportraumversorgung. Prof. Dr. Robin Kähler, Vorsitzender der IAKS Deutschland, nannte den Zustand der Sportstätten in Deutschland einen „Skandal“ und präsentierte die IAKS Deutschland zugleich als wichtigen Partner zur Weiterentwicklung von Sportstätten und -räumen. Ohne adäquate Sportstätten und -räume gebe es in Zukunft deutlich weniger Sport- und Bewegungsmöglichkeiten und somit weniger Sportler*innen, was wiederum die Sportvereine in Deutschland vor neue Herausforderungen stellen werde.

Thomas Wilken (KONTOR 21) moderierte die Veranstaltung und stellte anhand verschiedener Beispiele die aktuelle Situation der zum Teil maroden Sportstättenlandschaft in Deutschland dar. Dabei machten die anwesenden Zuhörer*innen aus den unterschiedlichen Bereichen des Sports deutlich, dass Sport und Bewegung wichtige Aspekte der Freizeitgestaltung seien und neben den „klassischen“ Sportanlagen wie Sporthallen oder Fußballplätzen auch der öffentliche Raum noch stärker in den Planungsfokus gerückt werden müsse. Weiterhin wurde die zunehmende Flächenkonkurrenz als Herausforderung für den Sport angesprochen sowie das veränderte Sport- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung diskutiert und der insgesamt zu geringe politischen Stellenwert des Sports problematisiert.

Abschließend wurden gemeinsam sportpolitische Forderungen formuliert. Neben einer stärkeren finanziellen Unterstützung, um die Sanierung der Sportstätten sinnvoll und nachhaltig gestalten zu können, ist es ein zentrales Anliegen, dass Sportverwaltungen sich für die Zukunft noch besser aufstellen. Auch die Erhebung der bestehenden Sportstätten in Deutschland, beispielsweise mithilfe eines neu aufgelegten „Sportstättenatlas“, ist in den Augen der Diskussionsteil-nehmer*innen ein wichtiges sportpolitisches Instrumentarium, um beispielsweise einzelne Bedarfe und die Sanierungskosten genauer beziffern zu können. Zusätzlich sollten auch die Bundesländer verstärkt in diesen Prozess mit eingebunden werden. Neben einer intensiven Verzahnung von Bund, Ländern und gemeinwohlorientiertem Sport sowie die Einbindung von Kooperationspartnern wurden auch rechtliche Aspekte aufgeführt. Speziell die Vereinfachung der Verfahrenswege für den Bau von Sportstätten oder die Einbeziehung des Sports als Pflichtauf-gabe für die Kommunen waren Kernforderungen der Akteure.

(Quelle: DOSB)


  • DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack begrüßt die Teilnerher*innen. Foto: DOSB
    Zuschauer sitzen in in einem Raum. Andreas Silbersack steht vorne am Mirkofon. Foto: DOSB

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