Zur Situation der Sportvereine in Deutschland (Teil 1)

Diese achtteilige Serie informiert über das Wichtigste aus dem Sportentwicklungsbericht "Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland".

 

Vor rund einen halbem Jahr ist der Sportentwicklungsbericht in Buchform erschienen. In den kommenden Wochen werden wichtige Inhalte des knapp 700 Seiten umfassenden Werkes aus der „roten“ Reihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft vorgestellt. 

Der Sportentwicklungsbericht wurde erstellt von einem neunköpfigen Forscherteam der Deutschen Sporthochschule Köln um Prof. Dr. Christoph Breuer, der als Herausgeber des Buches fungiert. Der Sportentwicklungsbericht steht in der Tradition der sog. „FISAS“ (Finanz- und Strukturanalyse des deutschen Sports), die erstmals von Schlagenhauf und Timm (Karlsruhe) in den 1970er Jahren und u. a. von Heinemann und Schubert (Hamburg) Anfang der 1990er Jahre fortgesetzt wurde. Der Sportentwicklungsbericht basiert jedoch auf einem anderen Forschungsdesign und ist zudem als Panel mit Folge-Befragungen angelegt. 

Der Sportentwicklungsbericht gliedert sich nach der Einleitung in fünf Kapitel. Die beiden größten sind die Betrachtung der Sportvereine nach Themenfeldern (Kap. 2) und die Betrachtung nach Regionen (Kap. 3). Die Regionen sind analog zu den 16 Bundesländern bzw. den Landessportbünden und Landessportverbänden (von Bayern über Hessen bis Thüringen) zu sehen. In den danach folgenden Kapiteln 4 und 5 werden knapp und verständlich der theoretische Hintergrund und die Methode erläutert. Literaturhinweise und der Fragebogen (im Anhang) runden den „dicken“ Band ab, dem eine dreisprachige Kurzfassung (auch in Englisch und Französisch) vorangestellt ist. 

Schon in ihrem gemeinsamen Vorwort betonen Jürgen Fischer als Direktor des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISP) und der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Dr. Michael Vesper, dass mit dem vorliegenden Sportentwicklungsbericht nun „ein nutzbares wissensbasiertes Steuerungsinstrument für die Sportentwicklung eingeführt werden soll“. Der Bericht richtet sich demzufolge insbesondere an die Sportorganisationen selbst, aber auch an die Sportpolitik und die Sportverwaltung in Deutschland, an die auch die elf sog. Handlungsempfehlungen gerichtet sind, die ebenso in der Kurzfassung nachgelesen werden können. Aus der Grundgesamtheit der rund 90.000 Sportvereine in Deutschland hat das Forscherteam Daten von insgesamt 3.731 Sportvereinen erhoben und ausgewertet. Dabei handelte es sich um eine Online-Befragung. Der Katalog mit 51 Fragen sollte entweder von einem Vorstandsmitglied (z.B. dem Vereinsvorsitzendem), dem Geschäftsführer oder einem anderen Verantwortlichen aus der Vereinsführung ausgefüllt werden.

 

Christoph Breuer (Hrsg.): Sportentwicklungsbericht 2005/2006. Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland. (Köln: Sportverlag Strauß 2007. Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft 2007/02. 694 S.; 46 Euro)



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