Zweiter Weltgipfel des Schulsports in Magglingen

Sechs Jahre nach dem ersten Weltgipfel zum Schulsport in Berlin 1999 erscheinen die Fortschritte im Bereich des Schulsports gering. Der Weltrat für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung (ICSSPE) mit seiner Präsidentin Prof. Gudrun Doll-Tepper nimmt dies gemeinsam mit  dem Schweizer Bundesamt für Sport nun zum Anlass eines zweiten internationalen Zusammentreffens.

Beim zweiten Weltgipfel des Schulsports vom 2. bis 3. Dezember 2005 in Magglingen soll ein strategischer Plan für die Umsetzung der Ziele verfasst werden.

 

Der erste Weltgipfel des Schulsports endete mit einem umfassenden Handlungsaufruf an die Regierungen sowie die Bildungs- und Sportministerien in den unterschiedlichen Ländern. Die 1999er Resolution bekräftigt die Bedeutung des Schulsports im erzieherischen Kontext als lebenslangen Prozess und führt folgende Rechte für Kinder auf: Jedes Kind hat das Recht auf die bestmögliche Gesundheit, kostenlose und staatlich garantierte Ausbildung im kognitiven Bereich sowie das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung. In diesem Sinne rief die Berliner Agenda auf, den Sportunterricht als Menschenrecht für alle Kinder durchzusetzen und unter anderem anzuerkennen, dass qualitativ hochwertiger Sportunterricht von qualifizierten Lehrkräften und fester Stundenzuweisung innerhalb des Lehrplans abhängt. Darüber hinaus rief die Agenda zum Beispiel auf, in die berufliche Aus- und Weiterbildung zu investieren sowie die Forschung zu unterstützen, um den Wirkungsgrad und die Qualität des Sportunterrichts zu verbessern.

 

Aus internationaler Sicht scheinen die Erfolge in der Umsetzung der Resolution eher bescheiden. In zwei zwischenzeitlichen Treffen von Sportministern (MINEPS – International Conference of Ministers and Senior Officals responsible for Physical Education and Sport) wurde zwar erneut die Bedeutung des Schulsports hervorgehoben – die Umsetzung scheint jedoch nur sehr langsam vonstatten zu gehen. Handlungsempfehlungen verlieren sich anscheinend in den langen Gängen von Regierungsgebäuden.

 

Ziel des zweiten Weltgipfel des Schulsports ist nun die Erstellung eines strategischen Plans. Mit ihm verbinden die Organisatoren rund um Prof. Gudrun Doll-Tepper die Hoffnung, dass die Handlungsaufforderungen in Zukunft effektiver umgesetzt werden können.


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