Internationale Interessenvertretung

Europäische Sportpolitik

Die engen Verbindungen zwischen dem organisierten Sport und der Rechtsetzung der EU sowie Fördermöglichkeiten durch europäische Programme können wesentliche Einflüsse auf die Entwicklung des Sports in Deutschland ausüben. Seit 1993 ist der deutsche Sport daher, zunächst mit einem eigenen Büro und seit 2009 als federführendes Mitglied des EOC EU-Büros, in Brüssel vertreten. Im Fokus stehen die konzeptionelle Entwicklung, Koordinierung und Vertretung der Positionen des deutschen Sports gegenüber den EU-Institutionen. Die aktuellen Diskussionen um Zukunft und Erhalt des europäischen Sportmodells, der Forderung nach mehr Good Governance im Sport und die Auseinandersetzung mit kommerziellen Sportanbietern zeigen die Notwendigkeit, auf europäischer Ebene verstärkt für die Interessen des deutschen Sports einzutreten. Zudem bieten die Programme der EU Fördermöglichkeiten für den DOSB und seine Mitgliedsorganisationen.

Mehr Informationen zur Europäischen Sportpolitik finden sich hier.

Internationale Netzwerkarbeit

Die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee und anderen internationalen regierungsunabhängigen Organisationen und die Pflege der bilateralen Beziehungen mit Partnerorganisationen in Europa und weltweit ist Teil der internationalen Arbeit.

Als Dachorganisation einer der weltweit größten und erfolgreichsten Sportnationen sieht sich der DOSB zudem in der Pflicht, zur weltweiten Sportentwicklung beizutragen. Der DOSB gestaltet die europäische wie internationale Sportpolitik mit  – aus Mitverantwortung für die weltweite Entwicklung des Sports, aber auch aus nationalem Interesse zur Umsetzung eigener Positionen. Nur wer in entscheidenden internationalen Gremien präsent ist, kann internationale Entwicklungen frühzeitig aufgreifen und in die nationalen Strukturen einspeisen. Deshalb ist es dem DOSB und seinen Mitgliedsorganisationen ein wichtiges Anliegen, sich in die Gremienarbeit der internationalen Sportverbände einzubringen. So ist der DOSB Mitglied in den internationalen Zusammenschlüssen der Europäischen Olympischen Komitees (EOC), des Europäischen Dachverbands der Nichtregierungsorganisationen im Sport (ENGSO), der Dachorganisation der Nationalen Olympischen Komitees weltweit (ANOC), der Dachorganisation des internationalen Breitensports (TAFISA) und dem Weltrat für Sportwissenschaft und Körper-/Leibeserziehung (ICSSPE).

Die Mitgliedsorganisationen des DOSB wirken in den internationalen Fachverbänden auf europäischer und globaler Ebene mit. Im Jahr 2019 stehen mit Josef Fendt, Klaus Schormann und Thomas Weikert drei Deutsche internationalen Olympischen Fachverbänden vor. Vertreter*innen des organisierten Sports und der Sportwissenschaft engagieren sich in zahlreichen internationalen Gremien, allen voran in den Kommissionen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Britta Heidemann wurde 2016 von den Olympiateilnehmer*innen in Rio in die Athletenkommission des IOC gewählt. Als Präsident des IOC steht mit DOSB-Gründungspräsident Thomas Bach ein Deutscher an der Spitze der internationalen Sportbewegung.

Internationale Sportgroßveranstaltungen

Olympische und Paralympische Spiele sind ein herausragendes Beispiel dafür, wie Sportler*innen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Religion aus über 200 Nationen gemeinsam im friedlichen Wettstreit einheitlichen sportlichen Regeln folgen. Der deutsche Sport nimmt an diesen und anderen internationalen Sportgroßveranstaltungen wie etwa den World Games teil und bewirbt sich selbst um die Ausrichtung solcher Events. Deren Ausrichtung kann dazu beitragen, dass Deutschland auf allen Ebenen – Bund, Länder und Gemeinden – noch sportfreundlicher und international als ein weltoffener und kompetenter Gastgeber wahrgenommen wird. Deshalb setzt sich der DOSB unter anderem für die Entwicklung einer nationalen Strategie für die Ausrichtung nachhaltiger Sportgroßveranstaltungen in Deutschland ein und ist bestrebt, die Bedingungen für die Ausrichtung solcher Sportgroßveranstaltungen auf allen Ebenen so weiter zu entwickeln, dass sie von Politik und Bevölkerung breite Unterstützung erfahren.

  

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