Tag 4 der Paralympics

Tischtennisspieler Thomas Schmidberger hat in Tokio den Paralympics-Sieg erneut knapp verpasst und gewinnt Silber.

Thomas Schmidberger ist glücklich mit seiner Silbermedaille. Foto: picture-alliance
Thomas Schmidberger ist glücklich mit seiner Silbermedaille. Foto: picture-alliance

Der 29-Jährige verlor in der dramatischen Neuauflage des Finals von Rio trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd mit 2:3 gegen seinen chinesischen Dauerrivalen Fan Penfeng und musste sich wie schon 2016 in der Startklasse drei mit der Silbermedaille begnügen. Stephanie Grebe, Zweite von Rio, verlor ihr Halbfinale gegen die Europameisterin Maliak Alijewa vom Russischen Paralympischen Komitee mit 0:3, hatte aber durch ihren Einzug in die Vorschlussrunde schon Bronze sicher. Valentin Baus hat noch die Chance es besser zu machen als seine Teamkollegen. Am Sonntag steht für ihn nach einem 3:0-Sieg im Halbfinale gegen den Briten Jack Hunter Spivey das Endspiel an. Der 25-Jährige trifft im Chinesen Cao Ningning ebenfalls auf seinen Finalbezwinger aus Rio.

Schwimmerin Verena Schott hat bei den Paralympischen Spielen in Tokio ihre zweite Bronzemedaille gewonnen. Die 32-Jährige kam auf ihrer Paradestrecke 100 m Brust mit einer Zeit von 1:43,61 Minuten ins Ziel und rettete einen Hauch von zwölf Hundertsteln vor der viertplatzierten Chinesin Song Lingling ins Ziel. Auf die Siegerin Jelysaweta Mereschko aus der Ukraine fehlten Schott rund drei Sekunden. Die Cottbuserin hatte am Donnerstag überraschend über ihre Nebenstrecke 200 m Lagen Bronze gewonnen.

Weitsprung-Weltrekordler Leon Schäfer hat den erhofften Goldcoup knapp verpasst. Der 24-Jährige aus Leverkusen sprang in der Klasse T63 mit 7,12 m zu Silber, zur Siegweite des Überraschungssiegers Ntando Mahlangu fehlten ihm in seinem sechsten und besten Versuch fünf Zentimeter. Für die zweite deutsche Medaille im Olympiastadion sorgte Lindy Ave. Die 23-Jährige holte im Finale über 100 m der Startklasse T38 mit Bronze ihr erstes Edelmetall bei den Sommerspielen.

Die deutsche Durststrecke im Rollstuhltennis bei Paralympischen Spielen geht weiter. Als einzige für Tokio qualifizierte Vertreterin des Deutschen Tennis Bundes scheiterte Katharina Krüger gleich in der ersten Runde. Gegen die an Position drei gesetzte Niederländerin Aniek van Koot unterlag die 31-Jährige von den Zehlendorfer Wespen in nur 68 Minuten mit 3:6, 1:6.

Judoka Nikolai Kornhaß ist bei den Paralympischen Spielen in Tokio überraschend früh gescheitert. Der als Weltranglistenerster angereiste Gundelfinger verlor in der Klasse bis 73 kg gleich seinen Auftaktkampf gegen den Kasachen Temirschan Daulet durch Ippon. In der Hoffnungsrunde hatte der sehbehinderte Student zunächst ein Freilos, ehe er gegen den Ukrainer Rufat Mahomedow ebenfalls durch Ippon verlor. Bei einem Sieg hätte sich der 28-Jährige für das Duell um Bronze qualifiziert. 

Am Ende fehlten 82 Tausendstel: Auf der Radrennbahn in Izu sind Kai Kruse und Pilot Robert Förstemann das beste Rennen ihres Lebens gefahren und verbesserten ihre persönliche Bestzeit und den deutschen Rekord deutlich. Allerdings lautete die bittere Erkenntnis am Ende: Drei andere Tandems waren schneller, so dass das deutsche Duo ohne Medaille die Heimreise antritt.

 

Die zwei afghanischen Para-Athleten sind in Tokio eingetroffen und werden an den Paralympics teilnehmen. Das bestätigte das Internationale Paralympische Komitee am Samstag. Die beiden Taekwondo-Kämpfer Zakia Khudadadi und Hossain Rasouli seien im Athletendorf herzlich begrüßt worden.

(Quelle: SID)


  • Thomas Schmidberger ist glücklich mit seiner Silbermedaille. Foto: picture-alliance
    Thomas Schmidberger ist glücklich mit seiner Silbermedaille. Foto: picture-alliance

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