Team D mit überzeugendem Auftritt bei Winterspielen 2022

Die Athlet*innen des Team D haben mit starken Leistungen und leidenschaftlichen Auftritten Begeisterung für die Vielseitigkeit des Wintersports ausgelöst.

Team D beim Einmarsch ins Nationalstadion Peking. Foto: Team Deutschland / Paul Hüttemann.
Team D beim Einmarsch ins Nationalstadion Peking. Foto: Team Deutschland / Paul Hüttemann.

Mit der morgigen Abschlussfeier enden nach 17 ereignisreichen Tagen die XXIV Olympischen Winterspiele in Peking.

Die Athlet*innen des Team D haben in dieser Zeit mit starken Leistungen und leidenschaftlichen Auftritten geglänzt und trotz schwieriger Rahmenbedingungen Begeisterung für die Vielseitigkeit des Wintersports ausgelöst. Zu diesem Schluss kam DOSB-Präsident und Delegationsleiter Thomas Weikert gemeinsam mit dem DOSB-Vorstand Leitungssport sowie Chef de Mission des Team D, Dirk Schimmelpfennig, bei der heutigen Team D-Abschluss Pressekonferenz.

 „Die Athlet*innen des Team D haben als Botschafter Deutschlands vollauf überzeugt und dabei nicht nur ihren eigenen Olympischen Traum realisieren können, sondern gerade in Zeiten der Pandemie ganz wichtige und inspirierende Signale für den leistungssportlichen Nachwuchs in Deutschland gesetzt. Ebenso konnte für den Breitensport, der jetzt mit dem beginnenden Frühling und der sich hoffentlich abschwächenden Pandemie endlich sein Comeback in unseren 90.000 Vereinen vorantreiben muss, Aufmerksamkeit generiert werden“, sagte Thomas Weikert.

Medaillenziel erreicht

Insbesondere aufgrund starker Leistungen der Rodel-, Bob- und Skeletonsportler*innen (BSD) liegt das Team D im Medaillenspiegel in der Spitzengruppe. Zum guten Ergebnis haben zudem die Athlet*innen des Deutschen Skiverbandes (DSV) beigetragen.

„Das vorab ausgerufene Ziel, den Medaillenkorridor zwischen Sotschi 2014 und PyeongChang 2018 zu erreichen, ist uns gelungen. Aktuell liegt das Team D im Medaillenspiegel auf Platz 2, womit wir sehr zufrieden sein können. Neben erhofften Erfolgen hat es auch die positiven Überraschungen wie zum Beispiel im Langlauf und im Skeleton gegeben, die den besonderen Reiz von Olympischen Spielen ausmachen. Das ist, insbesondere unter den widrigen Umständen, keinesfalls selbstverständlich und verdient jede Menge Respekt!“, erläuterte DOSB-Vorstand Leistungssport, Dirk Schimmelpfennig.

Differenziert zu betrachten gilt es das Abschneiden der weiteren Wintersportverbände. So blieb der Snowboardverband hinter den eigenen Erwartungen zurück und auch von der Herren-Eishockeymannschaft durfte nach der Silbermedaille von PyeongChang ein besseres Endergebnis erhofft werden. Relativ weit weg von Weltspitzenleistungen bleiben die Sportler*innen der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) sowie der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Die Ergebnisse werden im Nachgang der Winterspiele als Teil der sportartspezifischen Auswertungen analysiert und in den neuen Förderzyklus mit Potenzialanalyse, Strukturgesprächen und Förderentscheidungen einfließen.

Team D schafft Olympische Geschichten

Dank eines überzeugenden Auftritts insbesondere in den sozialen Medien, konnte trotz fehlender Zuschauer eine große Nähe zu den Fans und Familien in Deutschland hergestellt werden. So erzielte das Deutsche Haus Digital 300.000 Seitenaufrufe mehr (+144%) als in Tokio. Über die vielzähligen Social Media Kanäle wurden zudem über 70 Millionen erreichte Kontakte erzielt und rund 10.000 persönliche Nachrichten an den Team D Tree geschickt, der sich, wie schon zu Tokio, als ein großer Erfolg und Anlaufpunkt für die Athlet*innen erwies.

In insgesamt 16 Team D-Pressekonferenzen wurden zahlreiche Medaillengewinner*innen vorgestellt und Bilanzen gezogen und damit für die Journalist*innen vor Ort sowie in Deutschland ein Angebot geschaffen, dass diese in der Berichterstattung unterstützte.

„Unser Dank gilt auch den Partnern und Förderern des Team D, die wie schon in Tokio nicht in gewohnter Form vor Ort sein konnten, dass sie der Mannschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Treue gehalten haben“, sagte Weikert.

Thorsten Margis wird die Fahne tragen

Zum Abschluss der Winterspiele wird Bob-Fahrer Thorsten Margis, dreifacher Olympiasieger und Anschieber von Francesco Friedrich, die deutsche Fahne in das Olympiastadion in Peking tragen. Dies entschied die Delegationsleitung am heutigen Samstag.

„Das ist Wahnsinn“, so Thorsten Margis. „Für einen Anschieber ist das etwas ganz Besonderes, weil wir oftmals hinten runterfallen. Ich freue mich unfassbar darauf, Team D repräsentieren zu dürfen. Jetzt kann ich es auch sagen: Das ist das i-Tüpfelchen auf der Karriere!“

„Thorsten Margis hat gemeinsam mit Francesco Friedrich bis dato drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen gewonnen. Oftmals steht jedoch vor allem der Pilot im Mittelpunkt. Mit der Ernennung von Thorsten möchten wir ihm die Aufmerksamkeit schenken, die er sich über die Jahre im Team mit Francesco verdient hat”, führte DOSB-Präsident Thomas Weikert aus.

Blick nach vorn

Zum Ende der Pressekonferenz richtete Weikert seinen Blick in die Zukunft: „Was für den Wintersport gilt, trifft auch auf die gesamte Breite des Sports in Deutschland und auf die Olympische Bewegung zu: Wir müssen die kommenden Monate und Jahre nutzen, um neue Kräfte zu sammeln, die Einheit von Breiten- und Spitzensport zu stärken und unsere Gesellschaft endlich wieder in Bewegung bringen!“

Empfang des Team D in Deutschland

Nach den letzten Wettkämpfen am heutigen Tag sowie morgen (20.2.) werden alle Athlet*innen des Team D sowie die Betreuer*innen und Offiziellen am Sonntag und Montag ihre Rückreise nach Deutschland antreten.

Am Flughafen Frankfurt werden Bundesinnenministerin Nancy Faeser und der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth gemeinsam mit Freunden und Familien die Rückkehrer*innen am Sonntag in Empfang nehmen. Am Montag kommt dann der größere Mannschaftsteil in Frankfurt an und es wird an beiden Tagen eine Mixed Zone für Medienvertreter*innen geben.

(Quelle: DOSB)


  • Team D beim Einmarsch ins Nationalstadion Peking. Foto: Team Deutschland / Paul Hüttemann.
    Team D beim Einmarsch ins Nationalstadion Peking. Foto: Team Deutschland / Paul Hüttemann.

Partner TEAM DEUTSCHLAND